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Dateikopf prüfen: Format, Farbe und Auflösung

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19.10.2026

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Viele Ablehnungen entstehen nicht am Motiv, sondern an der Hülle: RGB statt CMYK, 72 ppi statt brauchbarer Auflösung, JPEG wo TIFF erwartet wird, PDF ohne klares Seitenmaß. Wer den Dateikopf liest, sortiert solche Dateien aus, bevor jemand InDesign oder den RIP öffnet.

Der Dateikopf ist der schnelle Triage-Schritt im Eingang – kein Ersatz für Preflight. Hier geht es darum, was die Metadaten bedeuten und welche Entscheidung du danach triffst.

Was du im Kopf ablesen kannst

Bei JPEG, PNG und TIFF: Format, Farbmodus, Pixelmaß und – falls vorhanden – die eingetragene Auflösung in ppi. Bei PDF: Seitenmaß und Hinweise zum Farbraum. Mehrere Dateien auf einmal zu lesen spart den Umweg über „Eigenschaften“ in fünf Programmen.

Was der Kopf nicht zeigt: eingebettete Schriften, Überdrucken, TrimBox-Konsistenz, Ausgabeabsicht. Dafür bleibt die PDF-Prüfung und der Artikel Druck-PDF richtig anlegen.

Auflösung richtig lesen

Die ppi-Zahl im Kopf ist nur dann aussagekräftig, wenn sie zur geplanten Endgröße passt. 300 ppi auf Briefmarkengröße ist etwas anderes als 300 ppi auf A2. Rechne die effektive Auflösung aus Pixelmaß und Druckmaß – die Formeln stehen bei der Scanauflösung.

72 ppi im Kopf heißt oft nur: Es steht keine brauchbare Druckauflösung in den Metadaten, oder die Datei kommt vom Bildschirm. Entscheidend bleiben Pixel und Format. Ein großes RGB-JPEG kann druckbar sein, wenn die lange Seite für die Endgröße reicht und die Druckerei RGB annimmt.

Farbmodus als Warnlampe

RGB vom Smartphone, Graustufen vom Scan, CMYK aus dem Layout: Der Kopf zeigt, was da steht. Ob die Druckerei RGB akzeptiert oder CMYK verlangt, steht in der Spezifikation. Der Dateikopf macht den Unterschied sichtbar, bevor jemand die Datei öffnet und Zeit verliert.

Workflow-Tipp: Eingangsstapel mit Dateikopf filtern → ungeeignete Dateien umwandeln oder neu anfordern → erst dann Layout oder Preflight. Eine PDF-Seite als Vorschaubild brauchst du erst danach, über PDF-Seite als JPEG.

FAQ

Ersetzt der Dateikopf den Preflight?

Nein. Er filtert grobe Abweichungen bei Format, Farbe und Maß. Schriften, Überdrucken und Ausgabeabsicht prüfst du weiter an der PDF.

Ist 72 ppi im Kopf immer unbrauchbar?

Nicht automatisch. Manchmal fehlt nur der Metadaten-Eintrag. Zähle die Pixel und rechne auf die Endgröße – die ppi-Zahl allein entscheidet nicht.

Warum meldet mein Handy-Foto RGB?

Kameras liefern RGB. Ob das für den Job reicht, entscheidet die Druckerei. Viele Portale wollen CMYK oder konvertieren selbst – das steht in der Spezifikation.

Wann lohnt der Stapel-Check?

Immer wenn mehrere Dateien gleichzeitig ankommen: Kundeneingang, Agenturabgabe, Scanordner. Fünf Köpfe lesen ist schneller als fünf Programme öffnen.

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